Kultur und Unkultur
Crossing Paths 2.0
Resilienz, Zugehörigkeit und Solidarität in Europa stärken
Nach den positiven Erfahrungen mit unserem ersten internationalen Jugendaustausch freuen wir uns sehr, mit Crossing Paths 2.0 nun bereits das zweite Erasmus+-Jugendprojekt umzusetzen, das von der Stiftung für Engagement und Bildung e.V. in Deutschland koordiniert wird.
Vom 17. bis 23. August 2026 kommen junge Menschen aus Deutschland, der Türkei, Rumänien und Spanien in Dresden zusammen. Im Mittelpunkt steht eine Frage, die viele junge Menschen heute unmittelbar betrifft: Wie können wir unsere eigene Widerstandskraft stärken, Räume der Zugehörigkeit schaffen und gemeinsam gegen Diskriminierung eintreten?
Viele junge Menschen erleben schon früh sozialen Druck, Ausgrenzung oder das Gefühl, nicht dazuzugehören. Besonders belastend kann dies für Menschen sein, die von Rassismus, Stigmatisierung oder sozialer Benachteiligung betroffen sind. Gleichzeitig werden gesellschaftliche Debatten zunehmend härter und polarisierter. Umso wichtiger sind Orte, an denen junge Menschen offen sprechen, einander zuhören und neue Perspektiven kennenlernen können.
Genau einen solchen Raum möchte Crossing Paths 2.0 schaffen: In Workshops, kreativen Übungen, Gruppenreflexionen und gemeinsamen Aktivitäten beschäftigen sich die Teilnehmenden mit Themen wie mentaler Gesundheit, Resilienz, Empowerment, Menschenrechten, Diskriminierung und demokratischer Teilhabe. Dabei geht es nicht nur darum, Herausforderungen zu benennen. Die jungen Menschen sollen vor allem ihre eigenen Ressourcen entdecken, voneinander lernen und konkrete Strategien entwickeln, die ihnen im Alltag helfen können.
Ein zentraler Gedanke des Projekts ist, dass alle Teilnehmenden wertvolle Erfahrungen, Perspektiven und Fähigkeiten mitbringen. Lernen findet deshalb nicht nur in geplanten Workshops statt, sondern auch in Gesprächen, im gemeinsamen Alltag, in interkulturellen Begegnungen und im Austausch innerhalb der Gruppe. Gemeinsam wollen wir herausfinden, wie unterstützende Gemeinschaften entstehen können und wie jede und jeder dazu beitragen kann, das eigene Umfeld inklusiver, respektvoller und solidarischer zu gestalten.
Gefördert durch:
Stop the Hate!
Fortbildung gegen Hate Speech und Desinformation
Hate Speech, Desinformation und polarisierende Narrative prägen zunehmend den digitalen Alltag – und wirken längst bis in Bildungsräume, Jugendarbeit und zivilgesellschaftliches Engagement hinein. Besonders in sozialen Medien verbreiten sich demokratiefeindliche Inhalte, Verschwörungsnarrative und menschenfeindliche Positionen schnell, emotional und oft gezielt manipulierend. Für pädagogische Fachkräfte, Engagierte und Multiplikator:innen entsteht daraus ein wachsender Handlungsbedarf.
Mit dem Qualifizierungsprogramm „Stop the Hate“ bietet die Stiftung für Engagement und Bildung e.V. eine praxisnahe Fortbildung für alle, die in ihrem beruflichen oder ehrenamtlichen Alltag mit Hate Speech, Diskriminierung und Desinformation konfrontiert sind.
In den kostenfreien zweitägigen Präsenztrainings erwerben die Teilnehmenden fundiertes Wissen über Mechanismen digitaler Desinformation, Plattformlogiken, Hate Speech und Radikalisierungsnarrative. Im Mittelpunkt stehen konkrete Interventionsstrategien, Argumentationstrainings, Fallarbeit aus der Praxis sowie direkt anwendbare Methoden für Bildungs- und Dialogprozesse. Ziel ist es, Handlungssicherheit zu stärken, demokratische Gesprächsräume zu schützen und wirksame Strategien für den Umgang mit Desinformation sowie menschenfeindlichen und polarisierenden Aussagen zu entwickeln.
Das Programm richtet sich an engagierte Erwachsene und Multiplikator:innen aus Brandenburg – insbesondere aus den Bereichen Jugend(sozial)arbeit, politischer Bildung, Vereinen, Initiativen, Beratungsstrukturen, Nachbarschaftsprojekten, Ehrenamt und kommunalen Kontexten.
Teilnehmende profitieren von:
· Analysekompetenz, praxisnahen Methoden und direkt einsetzbaren Tools
· mehr Sicherheit im Umgang mit konflikthaften Gesprächssituationen
· Strategien zum Schutz Betroffener und zur Deeskalation
· Austausch mit anderen Engagierten und Fachkräften
· einer nachhaltigen Vernetzung für demokratiestärkende Bildungsarbeit in Brandenburg
· einer „Toolbox“ zur eigenständigen Umsetzung der Trainingsinhalte
Wir laden Sie herzlich ein, Teil des Programms zu werden und Ihre Handlungsfähigkeit gegen Hate Speech, Desinformation und demokratiefeindliche Narrative zu stärken.
Veranstaltungsort und Termin: nach Absprache (hollenberg@steb-ev.org) oder im Kotaktformular
Gefördert durch:
Gemeinsam erinnern
Gehörlose und Hörende gegen das Vergessen
Am 14. Juli 1933 wurde das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ erlassen, das Zwangssterilisationen ermöglichte. Rund 350.000 Menschen, darunter ca. 15.000 Gehörlose wurden Opfer. Bis heute fehlt eine umfassende Anerkennung dieses Massenverbrechens, das in Heil- und Pflegeanstalten, Gesundheitsämtern und Heimen verübt wurde. In Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte T4-Tötungsanstalt Brandenburg an der Havel schließen wir diese erinnerungspolitische Lücke und leisten Aufklärung - gemeinsam mit Menschen mit und ohne körperliche Beeinträchtigung.
Junge Menschen sollen sich aktiv mit der Geschichte der nationalsozialistischen Politik beschäftigen und auf die bundesdeutsche Erinnerungspolitik selbstwirksam Einfluss nehmen. So soll auch gefragt werden, wie der Umgang mit dieser Opfergruppe auch nach 1945 verlaufen ist. In neun Projekttagen sollen auch gesellschaftliche Brücken zwischen hörenden und gehörlosen jungen Menschen in Brandenburg, Berlin und/oder Sachsen-Anhalt geschlagen werden. Über einen lebensweltlich verankerten Bezug zu der fokussierten historischen Opfergruppe möchte das Projekt Wissen über die Konsequenzen der nationallsozialistischen Barbarei vermitteln. Zugleich soll bei den Teilnehmenden aber auch ein Bewusstsein für die zivilisatorischen und verfassungsmäßigen Errungenschaften der Bundesrepublik gestiftet werden.
Gefördert durch:
CineFlex
Aktuelle Termine und Ergebnisse zu CineFlex findet ihr hier.
Gemeinsam Geschichten erzählen: Wie fühlt sich Heimat an? Welche Menschen prägen eine Gemeinde? Und wie wollen wir in Zukunft zusammenleben? Mit CineFlex laden wir Jugendliche und ältere Bewohner:innen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen ein, genau diesen Fragen nachzugehen. Über drei Jahre hinweg entstehen in fünfzehn ländlichen Gemeinden (unter 20.000 Einwohner:innen) gemeinsam entwickelte Filme, die das Besondere jeder Kommune zeigen: ihre Menschen, ihre Geschichten, ihre Perspektiven auf die Zukunft.
Begleitet werden die Filmteams in Thüringen von dem Regisseur Thierry Brühl, und in Brandenburg von dem Regisseur Raphael Schanz, die ihr Wissen einbringen und die Teilnehmenden inspirieren. Durch seine Unterstützung lernen die Gruppen nicht nur den kreativen Prozess des Filmemachens kennen, sondern auch, wie man Geschichten spannend und authentisch erzählt.
Dabei geht es nicht nur ums Filmemachen. CineFlex bringt Menschen zusammen, die sonst vielleicht nie ins Gespräch gekommen wären. Generationen tauschen sich aus, neue Kontakte entstehen, alte Verbindungen werden gestärkt.
Am Ende eines Jahres werden alle Filme in den Bürgerhäusern der beteiligten Orte gezeigt, ein Wettbewerb kürt zusätzlich den besten Film. Alle Beiträge werden außerdem online über die Webseiten der Kommunen abrufbar.
Ab Sommer 2026 findet CineFlex auch in Brandenburg statt! Hier suchen wir noch Orte, die Lust haben, Teil des Projekts zu werden. Interessierte Kommunen können sich gerne direkt bei uns über das Kontaktformular melden!
Gefördert durch:
Taste of Diversity:
Das Projekt „Taste of diversity“ fand in einer kirchlichen Einrichtung in Leipzig in der Zeit vom 18. Juli 2025 bis zum 25. Juli 2025 statt. Thematisch ging es in dem im Bereich Weiterbildung angesiedelten Projekt um die Vorstellung der an der Themenwoche teilnehmenden Länder Türkei, Bulgarien, Italien und Polen. Anknüpfungspunkt war das gemeinsame Essen am Abend. Jedes Land hat ein Menü zubereitet und serviert. Das Land hat sich vor-gestellt durch Trachten, Tanz, Speisen und Musik. Ziel der Zusammenkunft war es, die Unterschiedlichkeiten der einzelnen durch gemeinsames Essen, durch Gruppenarbeiten, durch Erstellung eines Kochbuches mit länderübergreifenden Spezialitäten zu überwinden und Gemeinsamkeiten hervorzuheben. Die Menschen kamen auch außerhalb der Gruppenarbeit am Abend zusammen, erkundeten in gemischten Gruppen Leipzig.
Gefördert durch:
Flimmerland 2
Flimmerland 2 bringt das Kino zurück in die ländlichen Gemeinden Brandenburgs! In neun zentralen Kommunen (bis 20.000 Einwohner:innen), die nicht über ein eigenes Kino verfügen, laden wir die Bevölkerung zu einem Kinoabend mit Diskussion ein. Ziel des Projekts ist es, Menschen unterschiedlichen Alters in den Gemeinden zusammenzubringen und den Austausch über ihre Kommune zu fördern. Die technische Ausstattung stellen wir vollständig bereit, der Kinobesuch ist für alle Gäste umsonst.
Mehr zu unserem Vorgängerprojekt “Flimmerland” erfahrt ihr hier.
Gefördert durch:
Change Makers
Change Makers ist ein bilateraler Jugendaustausch zwischen Deutschland und Südafrika, der marginalisierte junge Menschen (18 - 28 Jahre) qualifiziert, sich gegen Bildungsungerechtigkeit einzusetzen. Mit kreativen Workshops (z.B. Videographie, Grafikdesign) und Peer - Empowerment entwickeln sie nachhaltige Lösungsansätze und sensibilisieren durch Social - Media Kampagnen. Interviews mit Betroffenen und ein globaler Vergleich fördern intersektionale Perspektiven.
Das Projekt wird gemeinsam mit dem südafrikanischen Partner Lungelo Youth Developement durchgeführt und findet vom 15.07.2026 bis 29.07.2026 in Richards Bay (SA) und vom 18.11.2026 bis zum 02.12.2026 in Leipzig (DE) statt.
Weitere Informationen findet ihr hier:
Gefördert durch:

